Stereotype – Umgang mit eigenen und fremden Vorurteilen Download (PDF 400,5 kB) 5 mal heruntergeladen

  • Julia Krikler, Masoud Akbari, das kollektiv – kritische bildungs-, beratungs- und kulturarbeit von und für migrant*innen | © Copyright

Das vorliegende Modul soll zur Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Stereotypen anregen, um anschließend gemeinsam Strategien zu entwickeln, die dabei helfen können, einen guten Umgang mit fremden Vorurteilen zu finden und eigene Vorurteile zu reflektieren bzw. zu hinterfragen. Zunächst werden deshalb Ursachen für die Entstehung von Vorurteilen besprochen. Die Lernenden sollen in diesem Kontext erkennen, dass Vorurteile eine zentrale Funktion für Gesellschaften und Individuen erfüllen, da sie für die Möglichkeit der Abgrenzung, Orientierung und ein subjektives Sicherheitsgefühl in der Interaktion mit Anderen sorgen. Die Lernenden sollen darüber nachdenken, in welchen Situationen und Zusammenhängen diese Funktion problematisch wird und Vorurteile zu Diskriminierung, Abwertung und Ausgrenzung führen. Ziel ist dabei unter anderem, dass die Lernenden ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Stereotype konstruiert sind, reproduziert werden und niemals Bestandteil einer objektiven Wahrheit sein können. Im Zuge des Moduls soll über Gruppen gesprochen werden, die unter diskriminierenden und stigmatisierenden Vorurteilen besonders zu leiden haben. Im Unterrichtsgespräch sollte der Fokus auch dabei stets auf dem konstruierten Charakter von Zuschreibungen liegen, die es aufzubrechen gilt. Wichtig ist, dass ausreichend Raum für die persönlichen Erfahrungen der Lernenden mit dem Thema Vorurteile geschaffen und viel Zeit für Austausch und Diskussion gelassen wird. Abschließend kann die Gruppe gemeinsam Handlungsoptionen erarbeiten/zusammentragen, die hilfreich sein können, um Vorurteile zu reduzieren und Personen oder Gruppen, die mit abwertenden Vorurteilen konfrontiert sind, zu unterstützen.

Hinweis:

Die Anrede der Lernenden im Zuge der mündlichen Arbeitsaufträge wird in diesem Modul in der „Du-Form“ gehalten, da ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden bei Durchführung des Moduls vorausgesetzt wird.

Erstellt im Rahmen des ESF-Projektes Netzwerk ePSA. Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Aufgabe

  • Texte formal und inhaltlich erschließen
  • Sprache anlassgemäß, partner_innengerecht und sozial verantwortlich gebrauchen
  • Anliegen vorbringen, Meinungen vertreten und politische Position beziehen
Kategorien
e-PSA
Module
Themen
Kulturen und Diskurse
Kompetenzfelder
Deutsch, Kommunikation und Gesellschaft (DKG)