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  • Andrea Fischer, Kunstlabor Graz I uniT | © Copyright

Jeder Mensch kleidet sich. Jeder erwachsene Mensch kauft seine Kleidung selbst. Jeder Mensch kommt deshalb schwer daran vorbei, sich mit der Mode seiner Zeit zu beschäftigen. Das macht sich spätestens dann bemerkbar, wenn man etwas kaufen möchte, was gerade nicht „modern“ ist.

Das Modul „Kleider machen Leute“ versucht, sich dem Phänomen „Mode/Kleidung“ aus unterschiedlichen Perspektiven zu nähern. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die „Sprache der Mode“ gelegt. Mode bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Kunst und Konsum. Sie folgt, ebenso wie die Kunst, ihren eigenen Formgesetzen. Mode hat schon immer, wie die bildende Kunst oder Literatur, die Lebenswelt der Menschen in ganz eigener Weise interpretiert. Sich dem Phänomen „Mode/ Kleidung“ zu nähern, bietet die Möglichkeit, die weit über die Konsumierbarkeit hinausreichende Bedeutung von Mode zu erkennen. Das Modul beschäftigt sich mit der Frage: Wie funktioniert der „Mechanismus“ Mode und wie funktioniere ich selbst in diesem Zusammenhang?

Mode entwickelt sich ja auch aus dem Vergnügen daran, sich zu schmücken, sich „schön“ machen, die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen. Ein neuer Haarschnitt, eine neue Hose oder ein Paar neue Schuhe zeigen die Lust auf die eigene Veränderung und sind nicht selten mit einem neuen Lebensgefühl verbunden. So ist Mode auch als materialer Transporteur von Lebensansichten und Herzensanliegen zu verstehen. Die eigene „Kleiderbiografie“ zu beleuchten, ermöglicht ein Verständnis für Modevorschriften und Freiheiten, in der Vergangenheit bis heute. Hier werden die eigenen Beschränkungen klar, Abhängigkeiten und Freiheiten können diskutiert werden. Anhand der Betrachtung verschiedener Modestile und Trachten aus vergangenen Epochen ist die Mode auch als zeitgeschichtliches und soziokulturelles Phänomen zu erkennen. Welche Stile setzten sich wann durch und warum? Hier können besonders die Zusammenhänge von Mode, Macht, Politik und Protest einen Einblick auch in die eigenen Handlungsstrategien geben.

Dieses Modul eignet sich gut mit einer Verschränkung mit den Kompetenzfeldern:
EGT, BO, GUS, IKT, DKG

Erstellt im Rahmen des ESF-Projektes Netzwerk ePSA. Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Aufgabe

  • Kunstwerke ( ästhetische Alltagsäußerungen) unterschiedlicher Epochen benennen und verorten
  • Kunst und ästhetische Alltagsäußerungen als Konstruktionsmittel sozialer Wirklichkeiten wahrnehmen
  • unterschiedliche Techniken und Materialien kreativ anwenden
  • Unterschiede in der Kommunikation mit Kunst und ästhetischen Alltagsäußerungen wahrnehmen
Kategorien
e-PSA
Module
Themen
Kulturen und Diskurse
Kompetenzfelder
Kreativität und Gestaltung (KuG)