Frauen und Kunst im Nahen Osten Download (PDF 148,0 kB) 5 mal heruntergeladen

  • Galina Baeva, das kollektiv – kritische bildungs-, beratungs- und kulturarbeit von und für migrant*innen | © Copyright

Das Modul thematisiert die Präsenz von Frauen als Kunstproduzent*innen in der kultur-historischen Region genannt der Nahe Osten 1 . Die Region der Nahe Osten meint aus der geografischen Perspektive die Region der Levante und die arabische Halbinsel. Aus einer historischen Perspektive wird mit dieser Bezeichnung auch noch Ägypten gemeint, wobei geografisch das Land zu Nordafrika gehört. Die meisten dieser Länder gehören zu dem kultur-religiösen Kreis der islamischen Kultur, mit der Ausnahme Israel. In diesem Modul werden Künstler*innen aus diesem Kreis behandelt, inklusive eine Vertreter*in der palästinensischen Diaspora. Als zweite Prämisse dieses Moduls soll noch die Tatsache erwähnt werden, dass die hier behandelten Künstler*innen in der Diaspora leben und tätig sind. Ihre Kunst ist von der islamischen Kultur und Tradition sehr geprägt, wobei sie jedoch im Ausland oder im Exil tätig sein. Auf die Betrachtung der Arbeiten von männlichen Kunstproduzent*innen wird hier bewusst verzichtet, weil das Modul sich in einen viel größeren Themenkomplex einfügen will, nämlich in die Kunst- und Kulturproduktion von Frauen im Allgemeinen. Daher sollte die Fragestellung zum künstlerischen Studium bzw. zur künstlerischen Ausbildung von Frauen – gibt es die und seit wann gibt es die? – der Zugang zum Modul sein. Ein weiteres Charakteristikum ist der Reichtum des Kunstgenres der hier vorgestellten Künstler*innen. Jede von ihnen nützt unterschiedliche Medien in ihrer Kunst.

Bewusst wird in diesem Modul kein Bildmaterial zur Verfügung gestellt, damit die Forschungslust der Lernenden gefördert wird und sie damit auch gefordert sind. Das meiste Bildmaterial steht unter Datenschutz und darf für Lernmaterialien nicht verwendet werden; dazu kommt noch das Argument, dass es oft Unterschiede zwischen der Präsentation eines Kunstwerkes je nach Kontext gibt (z.B. bei den Performances von Parastou Forouhar).

Die Beschäftigung mit Kunst ist per se ein ästhetischer Prozess (allein das Wahrnehmen oder nicht Wahrnehmen liefert Informationen über den/die Betrachter/in und seine/ihre ästhetische Praxis) und als solche sollte das Üben der ästhetischen Betrachtung – die bewusste Wahrnehmung und ihre persönliche Interpretation – im Zentrum dieser Übungen sein. Die niederländische Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin Mieke Bal brachte dies ihrem Buch aus dem Jahr 2000 „Kulturanalyse“ auf den Punkt, in dem sie die Konfrontation mit der Kunst, abgesehen von ihren möglichen Auswirkungen, ins Zentrum stellte. Ausgehend von dieser radikal toleranten Einstellung zur Kunst postuliert dieses Modul die Position, dass es im Kontakt mit der Kunst weder etwas Richtiges, noch etwas Falsches gibt; dass es weder richtiges Verstehen, noch falsches Verstehen von Kunst gibt.

Das Modul bietet nur einen Ausschnitt zum Thema der Kunst- und Kulturproduktion von Frauen im Kontext des Nahen Ostens. Die hier behandelten Künstler*innen – Lida Abdul, Mona Hatoum und Shirin Neshat – sind die meist bekanntesten Vertreter*innen in der Diaspora und als solche nahmen und nehmen sie an größeren Kunstausstellungen und Ereignissen teil.

Die Hauptziele dieses Moduls sind die Vermittlung von Informationen über Kunstproduzent*innen aus diesem kultur-religiösen Kreis, die Förderung der Recherche/Forschungslust unter den Lernenden und Lehrenden und das Herausarbeiten des vermutlich vorhandene Wissens unter den Lernenden über Frauen und Künstlerinnen aus dem Nahen Osten.

Erstellt im Rahmen des ESF-Projektes Netzwerk ePSA. Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Aufgabe

  • Aus Texten Fragen ableiten
  • Unterschiedliche Medien als Informationsquelle nutzen und kritisch entschlüsseln
  • Aktiv zuhören, verständlich sprechen und sich konstruktiv an einem Gespräch beteiligen
Kategorien
e-PSA
Module
Themen
Kulturen und Diskurse
Kompetenzfelder
Kreativität und Gestaltung (KuG)