Einstieg ins Thema Diversität am Beispiel Herkunftskulturen Download (PDF 180,8 kB) 6 mal heruntergeladen

  • Jana Neubauer, ISOP – Innovative Sozialprojekte | © Copyright

Zielgruppe dieses Moduls sind: Heterogene Gruppe mit Lernenden aus unterschiedlichen Kulturen und Herkunftsländern.

In diesem Modul soll (das Thema) Diversität – im positiven Sinne der Wertschätzung von kultureller Vielfalt und Inklusion –, wie im ePSA-Curriculum (S. 9) festgeschrieben und in der ePSA-Handreichung (S. 18; 46 f.) thematisiert, der Zielgruppe/den Lernenden zum einen sensibilisierend nahegebracht werden und zum anderen die Stärken und Kompetenzen der Lernenden positiv hervorheben.

Im ePSA-Curriculum wird „Diversität“ – zusammen mit „Chancengleichheit“ wie folgt definiert: „Der Bildungsprozess zielt auf Chancengleichheit und die Wertschätzung von Diversität ab. (…) Eine offene Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Vorstellungen von Kultur und mit Identitätsprozessen sowie eine differenzierte Betrachtung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Gesellschaften werden angestrebt.“

Der Begriff „Herkunftskultur“ wird, aus der Erfahrung der praktischen Erprobung heraus, oftmals von den Lernenden/der Zielgruppe selbst thematisiert („Was heißt/bedeutet das?“; „Ist es dasselbe wie Heimatland/ Herkunftsland?“; „Was ist alles Kultur?“). Dies eignet sich hervorragend, um „Zugehörigkeitsordnungen und Ausgrenzungsmechanismen, die entlang unterschiedlicher Differenzlinien wie Nationalität, Ethnizität, Geschlecht, Behinderung, Alter, sexuelle Orientierung und sozialer Status entstehen“ (ePSA-Curriculum, S.9), kritisch zu reflektieren.

Im Kompetenzfeld KuG werden insbesondere bei der Vermittlung der europäischen Kunst- und Musikgeschichte aber eben gerade diese Kompetenzen, die aus der kulturellen Vielfalt der Lernenden resultieren, ausgeklammert. Daher sollen sie durch dieses Modul besonders berücksichtigt werden. Die „ Allgemeine Erklärung zur kulturellen Vielfalt der Vereinten Nationen postuliert, dass kulturelle Vielfalt – als Quelle des Austauschs, der Erneuerung und der Kreativität – für die Menschheit ebenso wichtig wie die biologische Vielfalt für die Natur ist“ (UNESCO: Allgemeine Erklärung zur kulturellen Vielfalt, 2001, Website der deutschen UNESCO-Kommission. Abgerufen am 28. Mai 2013).

Vor allem in der heutigen Zeit, in der der persisch-arabische Kulturraum bei Teilen der Bevölkerung negative Assoziationen hervorruft, ist eine Sensibilisierung für und Wertschätzung von Diversität im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung und durch die positive Hervorhebung der Kompetenzen der Teilnehmenden aus den unterschiedlichen Herkunftskulturen meiner Meinung nach durch einen didaktisch unterstützten Bildungs-/Lernprozess daher besonders wichtig.

Das Modul zielt also schwerpunktmäßig auf den Aspekt der offenen Auseinandersetzung und die differenzierte Betrachtung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden als Sensibilisierung sowie die Wertschätzung von Diversität in einem allgemeineren Ansatz ab.

Zu inhaltlichen Zielen siehe auch unten die zu diesem Modul angeführten Deskriptoren/ Anwendungsbereiche und deren Hinweise bzw. Beispiele zur Konkretisierung.

Erstellt im Rahmen des ESF-Projektes Netzwerk ePSA. Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Aufgabe

  • Theoretisches Wissen über Gestaltungsvorgänge praktisch verwerten
  • Unterschiedliche Techniken und Materialien kreativ anwenden
  • Unterschiede in der Kommunikation mit Kunst und ästhetischen Alltagsäußerungen wahrnehmen
  • Kreative Gestaltungsprozesse als Kommunikationsmittel nutzen
Kategorien
e-PSA
Module
Themen
Kulturen und Diskurse
Kompetenzfelder
Kreativität und Gestaltung (KuG)